Katzen, Vögel, Ziegen, Kühe, Affen und Hunde hab ich schon gesehen

Endlich kann ich Bilder hochladen. Wie Ihr vielleicht schon gesehen habt, sind den bisherigen Beiträgen bereits Bilder hinzugefügt. Künftig werden diese dann auch gleich beigefügt sein. Was ich bisher jedoch über das Smartphone und das Tablet nicht hingekriegt habe, wie ich Bilder im Hochformat drehen kann, damit diese auch im Blog in der richtigen Ausrichtung ankommen. Deswegen, seht es als Gymnastik für den Kopf an. Beim Baghsu Wasserfall ist mir die Übung für Euch besonders gut gelungen.

Ich habe mir die Aufgabe vorgenommen die besten Momos der Stadt zu finden und versuche nun ständig andere Cafes und Restaurants aufzusuchen.
Der Unterschied zwischen Cafes und Restaurants ist mir noch nicht so klar, in beiden gibt es warme Speisen, warme sowie kalte Getränke und oft genug Kuchen etc., ich hab aber auch schon Gastronomien gefunden, die nur Getränke und Kuchen servieren, die heißen dann Bakery.

Hier auch noch ein paar Eindrücke aus McLeod Ganj:

Samstag 20.08.2016
Heute ist die Rüsselseuche ausgebrochen. Sollte diese nicht über Nacht ein bisschen abklingen, werde ich wohl ins Krankenhaus müssen, immerhin ist mit einem Männerschnupfen nicht zu spaßen  – oder ich schau einfach wo ich die nächste Großfamilienpackung an Taschentüchern herbekomme.
Aus diesem Grund habe ich heute meinen Tag im Shangrila Restaurant bei Tee und Momos verbracht. Hier ist der Zitronen- oder Ingwertee sehr günstig, für einen Liter bezahlt man 60 Rupien, also weniger als einen Euro. Bei diesen Tees sind klein geschnittener Ingwer, bzw. Zitronen, diese sind hier kleiner als Tischkickerbälle, enthalten. Die Momos sind gut, aber da geht doch sicher noch mehr.
Metok ist ebenfalls krank, deswegen haben wir heute keine Fotos gemacht.

Freitag 19.08.2016
Das Opfer an Montezuma scheint wohlwollend angenommen worden zu sein.
Von Vicky hatte ich die Momos im Shangrila empfohlen bekommen. Dieser Empfehlung ging ich nach der Abgabe beim “Laundry Service” nach. Habe mich dann jedoch von einer anderen Speise verführen lassen. Wie es sich herausstellte handelte es sich dabei um drei riesige frittierte Momos, die den Teller füllten. Zum Vergleich möchte ich aber demnächst dann noch die dampfgegarten Momos testen.
Anschließend bin ich ins Museum um das erwähnte Buch zu holen, es war tatsächlich da. Ich hole mir noch kurz Brot und Mandelbutter (reines Mandelmus), welches sogar teurer ist als in Deutschland. Ich bringe alles ins Shree Guesthaus und bereite mich aufs Blogschreiben vor.
Metok meldet sich, sie ist gerade im Shamballa, dieses Cafe liegt direkt neben dem Shangrila und ich treffe sie und einen Klassenkameraden wenige Minuten später. Dieser bricht ca. 10-20 Minuten nach meiner Ankunft auf und ich gehe mit Metok ins nächste Restaurant essen, es gibt südindische Masala Dosas. Metok möchte Wein trinken und bestellt eine Flasche, dass ich keinen Alkohol trinke hat sie wohl vergessen und so trinkt sie die halbe Flasche alleine und nimmt den Rest mit nach Hause, wohin wir gegen 21.30 Uhr auch aufbrechen. Aufgrund ihres Alkoholkonsumes begleite ich sie noch ein gutes Stück, bevor wir uns verabschieden und ich wieder ins Gästehaus zurückkehre.

Donnerstag 18.08.2016
Der Tag war durch langes schlafen und den Galerien für den Blog vorbereiten geprägt. Bin gegen 18 Uhr aus dem Gästehaus gegangen und hab erst mal Toilettenpapier besorgt.
Wurde gestern von einem Straßenhändler gefragt, ob ich ihm was “made in Germany” hätte, er würde es mir gerne abkaufen. Mir fiel nur mein Vorhängeschloss ein und erwähnte es, er war sehr interessiert. Aus diesem Grund hatte ich dieses in meine Tasche gepackt, mir kam jedoch die Idee, dass sich vielleicht noch jemand anderes darüber freuen könnte. Ich steuerte also den Stand von Sanju an und er war zu so später Zeit noch da. Ich fragte ihn, ob er Verwendung für das Vorhängeschloss habe, was er bejahte und freute sich wie ein kleines Kind an Weihnachten, dass ein lang ersehntes Geschenk erhielt.
Sanju hatte mir gegenüber erwähnt das er nicht lesen kann. Das er die Buchstaben erkennt, habe ich bereits gemerkt, er tut sich mit dem Zusammenfügen zu Worten noch schwer. Ich hatte mir die letzen Abende Gedanken gemacht und fragte ihn nun, ob er beim Lesen lernen Hilfe bräuchte, ich zwar keine Erfahrung mit dem Lehren von Schrift, bzw. Verständnis von gelesenem habe, ihm aber gerne helfend zur Seite stehen würde. Er erwiederte, dass ein Freund ihm helfen würde und sie mit einem Buch üben würden.
Sanju zeigt mir noch einen Laden, wo ich ein Opfer für Montezuma kaufe (Bananen, diese Opfere ich abends in Montezuma’s Tempel “Mein Körper ist ein Tempel und viele Götter haben Platz darin”). In der Zeit des Einkaufs schließt er seinen Stand und wir gehen noch gemeinsam bis zu Nick’s Italian Kitchen und verabschieden uns. Ich bestelle mir Bruscetta mit Basilikum und Ingwertee. Als ich esse kommt Metok ins Restaurant und wir beschließen die Tage Fotos zu machen, sie mag meine Bilder.

Mittwoch 17.08.2016
Ich zog aus dem Kunga’s Guesthaus aus und in das Shree Guesthaus ein. Die Zimmerpreise liegen hier bei 500 Rupien, also fast die Hälfte zum letzen Zimmer. Ich hoffe ich erhalte hier meinen Rabatt auf 400 Rupien, den ich ziemlich widerwillig zugesagt bekommen habe, aber ich werde hier wohl bis Ende September verweilen. Das Internet und das WLAN sind das erste mal brauchbar schnell.
Das Gästehaus ist sehr ruhig und liegt ein bisschen bergauf im Wald aber nur rd. 2-300 Meter vom zentralen Platz, an dem die Busse und Taxis abfahren, entfernt.
Nach dem Auspacken bin ich dann zu meinem verspäteten Frühstück in die Stadt gelaufen, unterwegs bemerkte ich das ich meine Regenjacke auf dem Zimmer vergessen hatte.
So kam ich in einem Cafe an, das ich sonst immer nur im Vorbeigehen registrierte: Lobsang’s 4 Seasons Cafe. Während ich auf das Essen wartete fing es an zu regnen, hielt jedoch nicht an bis ich das Cafe verlies. Ich erhielt 10 Momos anstatt der üblichen 8 Momos, aber mit wenig Füllung. Die Suche geht also weiter.
Nun machte ich mich wieder auf den Weg ins Tibet-Museum um Bilder zu machen. Vorher sollte ich aber noch an einen Geldautomaten und den Geldbeutel wieder auffüllen, da die Reparatur des Telefones und das drum-herum doch ein gewisses Loch in die Kasse gerissen hat. Auf dem Weg treffe ich Vicky wieder, der mich bis zum Geldautomaten (ATM) mit einem seiner Freunde begleitet. Das Abheben ist mit meiner Kreditkarte auf 10.000 Rupien begrenzt und so erhalte ich beim zweiten Versuch dann auch mein Geld. Dies war die erste Nutzung eines Geldautomaten in Indien, eine Gebühr wurde mir nicht angezeigt, so müsste nur die Umrechnungsgebühren mit 0,2 % anfallen, wesentlich günstiger als in einer Wechselstube, diese nahmen rd. 3 % Gebühren.
Den Weg zum Tibet-Museum läuft man die schmale, mit Ständen gesäumte Temple Road entlang. Wie man, als Ortsfremder allerdings ohne einen Stadtplan die Straßenbezeichnungen rausbekommen soll, ist mir noch ein Rätsel. Wobei es irgendwie schon einen Sinn dahinter gibt: Baghsu Road führt nach Baghsu, Temple Road zum Tempel und die Tushita Road zum Tushita Center, wie gesagt ohne Ortskenntnis erst mal schwer nachzuvollziehen.
Das Fotografieren im Museum gestaltete sich schwieriger als gedacht, die Textplakate hängen teils schief, sind gewellt und werden ungünstig beleuchtet. Konnte jedoch einigermaßen zufriedenstellende Aufnahmen machen. Am Anfang des Museums steht eine Vitrine mit hier erhältlichen Büchern, nach Auskunft einer Tibeterin von der Information/Museumsshop sei darunter wohl auch eines, dass den Museumsinhalt widergeben soll, das allerdings erst am folgenden Tag wieder vorrätig sein sollte. Dies werde ich mir die kommenden Tage ansehen, dann kann ich die Bilder vielleicht wieder löschen und dafür ein “Buch” (eher ein Taschenbüchlein) mitnehmen.
Anschließend ging ich zur Woeser Bakery und holte mir Empfehlungen zu den besten Momos der Stadt ein, neben einem Tee und Kuchen.
Den Empfehlungen folgend machte ich mich auf die Suche nach dem ersten Restaurant, welches sich in der Dharamkot Road befinden und nur ca. zwei Minuten vom zentralen Platz entfernt sein sollte. Ich lief einfach weiter, bis die Straße schlechter wurde, drehte um und fragte in einem Laden nach dem Restaurant. Hier erhielt ich die Aussage, dass der Ruhetag des Restaurants Mittwochs sei und eine präzisere Angabe wo es sich befindet. Also ging ich den Weg zurück, fand das Restaurant und ging zur zweiten Empfehlung in ein Restaurant gegenüber dem Kalchakra Temple (der von zwei Straßen zugänglich ist) in der Temple Road. Der Zugang zum Restaurant führt über eine Treppe in das Obergeschoß, dort waren wenige Tische, dafür aber alle belegt. Ich setzte mich zu einem einzelnen Herren und gab meine Bestellung auf. Erst schaute ich den Leuten am Tempel zu, dann erhielt der Herr gegenüber sein Kingsfisher Beer (nur zum Verkauf in Himachal Pradesh) und ich entdeckte durch die Pflanzen, die uns vom Tisch hinter dem Herren trennten, ein mir bekanntes Gesicht, dort saß Metok und unterhielt sich mit jemandem, ich wollte nicht stören und blieb an meinem Platz. Kurze Zeit entdeckte sie mich und lud mich an ihren Tisch ein, sie stellte mich Ihrem Klassenkameraden vor. Wir unterhielten uns zu dritt, ich erhielt die Momos, sehr “spongy” – d.h. ziemlich schwammig und die Füllung der Momos verteilte sich, wenn man nicht aufpasste auf dem Teller. Der Mitschüler bezahlte für uns alle und wir machten uns auf den Weg heim.
Auch hier wurde ich auf der Suche nach den besten Momos nicht fündig.
Kaum im Gästehaus angekommen traf mich Montezumas Rache, nachdem die letzten zwei Tage leichte Anzeichen zu vernehmen waren und ich am Dienstag vorsichtheitshalber auf dem Zimmer blieb, und ich stellte fest, dass weder Toilettenpapier vorrätig noch warmes Wasser, trotz Boiler, gegeben war. Nach einer gewissen Zeit verkroch ich mich in den Schlafsack, den ich zum ersten mal nutzte, da mir kalt war und die Decke hier mich nicht ausreichen wärmen würde.

Montag 15.08.2016
Am Montag habe ich nicht viel gemacht, ein bisschen den Blogeintrag überarbeitet, bis die Änderung endlich online ist gehen fast zwei Stunden ins Land, da das Internet durch die erhöhte Anzahl an Nutzern sehr in die Knie gegangen ist. Als ich noch versuche die Änderung hochzuladen und die Wartezeit mit dem aus dem Fenster schauen verbringe, kommt eine europäisch aussehende Frau mit Sohn und indischem Begleiter an den Tisch und fragen ob sie sich setzen dürften. Ich bejahe und während den Unterhaltungen stellt sich heraus, dass Anja und Ihr Sohn aus München kommen. Der indische Begleiter notiert mir noch einige Speisen, die ich essen kann auf. Zwischendurch kommt der, vom Regen durchnässte, Sanju kurz an die Restauranttüre, reinkommen mag er nicht, er ist auf dem Weg heim.
Als das Wetter wieder besser wird, verabschieden sich die Drei wieder und ich kann mich wieder dem “aus dem Fenster schauen” widmen, da der Blogeintrag mittlerweile wieder aktualisiert ist.
Da läuft Sanju wieder am Restaurant vorbei und ist wieder auf dem Weg zu seinem Stand. Wenig später folge ich ihm. Wir sitzen an seinem Stand und reden miteinander, unterbrochen von der Reparatur eines Rucksackreisverschlusses und der Herausgabe reparierter Schuhe bevor es wieder anfängt zu regnen. Ich lade ihn noch zu Tee und Momos ein und sitzen noch ein bisschen im Restaurant, bis er wieder zu seiner Frau zurückgeht.
Danach geh ich noch kurz ins Shree Guesthaus und mache den Umzug am 17.08. fest.

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