Darjeeling/Siliguri

Der Flug führte von Delhi über einen weiteren Flughafen, weiter östlich, nach Siliguri. Dort angekommen bin ich, aufgrund meines Zustandes, mit einem Taxi für rd. 2.000 Rupien nach Darjeeling gefahren.
In Darjeeling wurde ich am Bahnhof rausgelassen, für die Fahrt zum Gästehaus wollte der Fahrer nochmal 300 Rupien. Dieses Angebot hatte ich ausgeschlagen und mich zu Fuß auf den Weg zu Andys Guesthaus gemacht. Unterwegs unterschiedlichste Angebote und “Warnungen” (es sei sehr weit, der Weg ist sehr steil, Taxi? TukTuk? etc.) bekommen.

Nach einigem Nachfragen kam ich am Gästehaus an, weit war es, aber keine 20 Minuten (oder was ich sonst noch zu hören bekam), steil auch ein bisschen, aber selbst in meinem Zustand konnte ich da mit eigener Kraft hin.

Die Betreiberin zeigt mir auf Etage 1 und Etage 2 jeweils ein Zimmer, für Einzelpersonen wurden in der unteren Etage 600 Rupien pro Tag berechnet, eine Treppe mehr und der Preis steigt auf 700 Rupien. Ich hatte mich für die günstigere Variante entschieden.
Das Gästehaus hat eine kleine Dachterasse von der man einen guten Blick auf die Berge des Himalayas hat. Es gibt auch drei weitere Aussichtspunkte die in ca. 10-15 Minuten Gehzeit vom Gästehaus erreichbar sind.

In Darjeeling war die Anfangszeit ganz im Zeichen des Auskurierens und Erholens, zuerst vom Sonnenstich made in Rajasthan, dann vom beinahe nichts essen und trinken made by Sonnenstich.
Die restliche Zeit habe ich die Stadt ein bisschen erkundet, je fitter ich wurde, desto größer die Touren.

Nach mehreren Anläufen hab ich dann auch das Tibetische Flüchtlingszentrum gefunden, die Ausschilderung für Fußgänger ist nicht vorhanden und die Position auf der Karte der Reiseführer sehr ungenau.

Der obere Teil von Darjeeling hat einen zentralen Platz, den Chowrasta. Dieser ist gesäumt von vielen Läden, die überteuerte Preise haben, da hier die Touristenquote genauso wie auf dem zum Platz führenden Fußgängerbereich “the Mall” sehr hoch ist. Vom Gästehaus zum Chowrasta führt eine Straße entlang an diversen Ständen mit Obst, Gemüse, Fisch, Fleisch (meist mit mehreren Hunden drum herum) und sonstigem Bedarf.
Im unteren Teil befindet sich der Chowkmarkt, der aus vielen kleinen Ständen die in einem “Irrgartensystem” angeordnet sind. Man findet jedoch recht einfach wieder raus. Hier kommen zu dem Angebot der oben beschriebenen Straße noch Schmuck, Kleidung und Tee hinzu.
Etwas abseits fand ich dann auch das Himalayan Tibet Museum, welches komplett anders aufgebaut war als das Museum in McLeod Ganj. Hier wurde auf die Entstehnungsgeschichte, den Dalai Lama und dann auch der weiteren Himalayabevölkerung eingegangen, vorwiegend bezüglich der Bekleidung.

Einen weiteren Teil der Zeit war ich auf der Suche nach guten Momos und sonstigem Essensangebot. Darjeelings beste Momos habe ich im Kunga gefunden, dies “kleine” (im Vergleich zu Deutschland eher winzige) Restaurant befindet sich am Taxistand vor dem Beginn von “the Mall” und ist vergleichsweise sehr teuer, 140 Rupien zzgl. 14,5% Steuern für dampfgegarte und 150 Rupien zzgl. 14,5% Steuern für frittierte Momos. Alle Momos hatten, als vegane Variante, immer nur Gemüse zur Auswahl, welche sehr Weißkohllastig ist.
In ganz Darjeeling fand ich keine Karte, die irgendein Essen mit Tofu listen würde.
Auf dem Weg zum Chowrasta kam ich auch am “Tashi Delek” vorbei, welches aufgrund des Umstandes, dass man nicht gleich mit dem letzten Happen rausgekehrt wird und auch mal ein bisschen sitzen bleiben konnte, öfters von mir frequentiert.
Hier gab es eher flüchtige Bekanntschaften, Verbindungen zu knüpfen war hier wesentlich schwerer als in McLeod Ganj.

Als ich Probleme mit der Verdauung hatte, habe ich mir an zwei Tagen mal nicht einheimisches Essen “gegönnt”. Einmal waren es ein Burger mit Kartoffelstreifen (als Pommes will ich die nicht bezeichnen) und Pizza ohne Käse, welche mir sehr schwer im Magen lag.

Auf “the Mall” befindet sich neben
einem KFC (Kentucky Fried Chicken) auch ein Pizza Hut. Auf meinen Touren habe ich auch einen Subway gesehen. Einen Mc Donalds gibt es in Darjeeling nicht.

Beim Versuch eine SIM-Karte zu kaufen, habe ich auch weitere “fremdenfeindliche Erfahrungen” (neben Touristenpreise, vor allem bei TukTuk-Fahrern) gemacht, in zwei Läden wurde mir der Verkauf einer SIM-Karte verwehrt. Erst zum Ende meines Aufenthalts habe ich eine Stelle gefunden, die mir den erneuten Zugang zu mobilen Daten ermöglichte.

Am Bahnhof in Darjeeling habe ich mir meine Weiterfahrt am 24.10.2016 in Richtung Bodhgaya gebucht. Der Abfahrtstermin des Zuges war jedoch zu einem ungeschickten Zeitpunkt, da ich noch von Darjeeling wieder rd. 80 Km zum Bahnhof nach Siliguri musste.

Daher habe ich am Samstag den 23.10.2016 das Gästehaus verlassen und habe mich zum Abfahrtsort für die Sammeltaxis (130 Rupien), in der Nähe des Chowkmarktes, aufgemacht. Am Vortag wurde mir gesagt, das ich Tickets nur am selben Tag buchen könnte, nachdem ich ein paar Tage zuvor noch eine andere Aussage erhielt.

Der Verkaufsschalter war am Abfahrtstag, wegen einer Veranstaltung, geschlossen. An einem anderen Schalter (Verkauf für Tickets nach Gangtok) wurde mir gesagt, ich müsse am Bahnhof ein Taxi nehmen. Also lief ich mit meinem gesamten Gepäck wieder durch die halbe Stadt zum Bahnhof – Taxiangebot 2.500 Rupien, keine Sammeltaxis. Als ich jemanden nach dem Bus fragte, schickte dieser mich wieder zurück zum Platz mit dem geschlossenen Ticketschalter. Auf dem Weg zu diesem Platz kam mir ein Bus entgegen, der nach Siliguri fuhr, diesen hab ich gestoppt und bin damit für 100 Rupien nach Siliguri gefahren. Nach ca. vier Stunden incl. Pause kam der Bus dann auch an.

Eine Übernachtungsmöglichkeit musste ich mir noch suchen und wurde auch in der Nähe des Busstopps und dem Bahnhof Siliguri Junktion im “Conclave Lodge” für 500 Rupien fündig.
Abends bin ich noch bis zum Bahnhof gelaufen und habe mir Essen gesucht.

Am Montagmorgen ging es per SammelTukTuk für 20 Rupien zum New Jaipalguri Bahnhof, dieser ist weiter außerhalb, wo ich noch ein bisschen warten musste, bis der Zug ankam.

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