Darjeeling/Siliguri

Der Flug führte von Delhi über einen weiteren Flughafen, weiter östlich, nach Siliguri. Dort angekommen bin ich, aufgrund meines Zustandes, mit einem Taxi für rd. 2.000 Rupien nach Darjeeling gefahren.
In Darjeeling wurde ich am Bahnhof rausgelassen, für die Fahrt zum Gästehaus wollte der Fahrer nochmal 300 Rupien. Dieses Angebot hatte ich ausgeschlagen und mich zu Fuß auf den Weg zu Andys Guesthaus gemacht. Unterwegs unterschiedlichste Angebote und “Warnungen” (es sei sehr weit, der Weg ist sehr steil, Taxi? TukTuk? etc.) bekommen.

Nach einigem Nachfragen kam ich am Gästehaus an, weit war es, aber keine 20 Minuten (oder was ich sonst noch zu hören bekam), steil auch ein bisschen, aber selbst in meinem Zustand konnte ich da mit eigener Kraft hin.

Die Betreiberin zeigt mir auf Etage 1 und Etage 2 jeweils ein Zimmer, für Einzelpersonen wurden in der unteren Etage 600 Rupien pro Tag berechnet, eine Treppe mehr und der Preis steigt auf 700 Rupien. Ich hatte mich für die günstigere Variante entschieden.
Das Gästehaus hat eine kleine Dachterasse von der man einen guten Blick auf die Berge des Himalayas hat. Es gibt auch drei weitere Aussichtspunkte die in ca. 10-15 Minuten Gehzeit vom Gästehaus erreichbar sind.

In Darjeeling war die Anfangszeit ganz im Zeichen des Auskurierens und Erholens, zuerst vom Sonnenstich made in Rajasthan, dann vom beinahe nichts essen und trinken made by Sonnenstich.
Die restliche Zeit habe ich die Stadt ein bisschen erkundet, je fitter ich wurde, desto größer die Touren.

Nach mehreren Anläufen hab ich dann auch das Tibetische Flüchtlingszentrum gefunden, die Ausschilderung für Fußgänger ist nicht vorhanden und die Position auf der Karte der Reiseführer sehr ungenau.

Der obere Teil von Darjeeling hat einen zentralen Platz, den Chowrasta. Dieser ist gesäumt von vielen Läden, die überteuerte Preise haben, da hier die Touristenquote genauso wie auf dem zum Platz führenden Fußgängerbereich “the Mall” sehr hoch ist. Vom Gästehaus zum Chowrasta führt eine Straße entlang an diversen Ständen mit Obst, Gemüse, Fisch, Fleisch (meist mit mehreren Hunden drum herum) und sonstigem Bedarf.
Im unteren Teil befindet sich der Chowkmarkt, der aus vielen kleinen Ständen die in einem “Irrgartensystem” angeordnet sind. Man findet jedoch recht einfach wieder raus. Hier kommen zu dem Angebot der oben beschriebenen Straße noch Schmuck, Kleidung und Tee hinzu.
Etwas abseits fand ich dann auch das Himalayan Tibet Museum, welches komplett anders aufgebaut war als das Museum in McLeod Ganj. Hier wurde auf die Entstehnungsgeschichte, den Dalai Lama und dann auch der weiteren Himalayabevölkerung eingegangen, vorwiegend bezüglich der Bekleidung.

Einen weiteren Teil der Zeit war ich auf der Suche nach guten Momos und sonstigem Essensangebot. Darjeelings beste Momos habe ich im Kunga gefunden, dies “kleine” (im Vergleich zu Deutschland eher winzige) Restaurant befindet sich am Taxistand vor dem Beginn von “the Mall” und ist vergleichsweise sehr teuer, 140 Rupien zzgl. 14,5% Steuern für dampfgegarte und 150 Rupien zzgl. 14,5% Steuern für frittierte Momos. Alle Momos hatten, als vegane Variante, immer nur Gemüse zur Auswahl, welche sehr Weißkohllastig ist.
In ganz Darjeeling fand ich keine Karte, die irgendein Essen mit Tofu listen würde.
Auf dem Weg zum Chowrasta kam ich auch am “Tashi Delek” vorbei, welches aufgrund des Umstandes, dass man nicht gleich mit dem letzten Happen rausgekehrt wird und auch mal ein bisschen sitzen bleiben konnte, öfters von mir frequentiert.
Hier gab es eher flüchtige Bekanntschaften, Verbindungen zu knüpfen war hier wesentlich schwerer als in McLeod Ganj.

Als ich Probleme mit der Verdauung hatte, habe ich mir an zwei Tagen mal nicht einheimisches Essen “gegönnt”. Einmal waren es ein Burger mit Kartoffelstreifen (als Pommes will ich die nicht bezeichnen) und Pizza ohne Käse, welche mir sehr schwer im Magen lag.

Auf “the Mall” befindet sich neben
einem KFC (Kentucky Fried Chicken) auch ein Pizza Hut. Auf meinen Touren habe ich auch einen Subway gesehen. Einen Mc Donalds gibt es in Darjeeling nicht.

Beim Versuch eine SIM-Karte zu kaufen, habe ich auch weitere “fremdenfeindliche Erfahrungen” (neben Touristenpreise, vor allem bei TukTuk-Fahrern) gemacht, in zwei Läden wurde mir der Verkauf einer SIM-Karte verwehrt. Erst zum Ende meines Aufenthalts habe ich eine Stelle gefunden, die mir den erneuten Zugang zu mobilen Daten ermöglichte.

Am Bahnhof in Darjeeling habe ich mir meine Weiterfahrt am 24.10.2016 in Richtung Bodhgaya gebucht. Der Abfahrtstermin des Zuges war jedoch zu einem ungeschickten Zeitpunkt, da ich noch von Darjeeling wieder rd. 80 Km zum Bahnhof nach Siliguri musste.

Daher habe ich am Samstag den 23.10.2016 das Gästehaus verlassen und habe mich zum Abfahrtsort für die Sammeltaxis (130 Rupien), in der Nähe des Chowkmarktes, aufgemacht. Am Vortag wurde mir gesagt, das ich Tickets nur am selben Tag buchen könnte, nachdem ich ein paar Tage zuvor noch eine andere Aussage erhielt.

Der Verkaufsschalter war am Abfahrtstag, wegen einer Veranstaltung, geschlossen. An einem anderen Schalter (Verkauf für Tickets nach Gangtok) wurde mir gesagt, ich müsse am Bahnhof ein Taxi nehmen. Also lief ich mit meinem gesamten Gepäck wieder durch die halbe Stadt zum Bahnhof – Taxiangebot 2.500 Rupien, keine Sammeltaxis. Als ich jemanden nach dem Bus fragte, schickte dieser mich wieder zurück zum Platz mit dem geschlossenen Ticketschalter. Auf dem Weg zu diesem Platz kam mir ein Bus entgegen, der nach Siliguri fuhr, diesen hab ich gestoppt und bin damit für 100 Rupien nach Siliguri gefahren. Nach ca. vier Stunden incl. Pause kam der Bus dann auch an.

Eine Übernachtungsmöglichkeit musste ich mir noch suchen und wurde auch in der Nähe des Busstopps und dem Bahnhof Siliguri Junktion im “Conclave Lodge” für 500 Rupien fündig.
Abends bin ich noch bis zum Bahnhof gelaufen und habe mir Essen gesucht.

Am Montagmorgen ging es per SammelTukTuk für 20 Rupien zum New Jaipalguri Bahnhof, dieser ist weiter außerhalb, wo ich noch ein bisschen warten musste, bis der Zug ankam.

Rajasthan und alte Bekannte

Montag 12.09.2016
Gegen 9.00 Uhr traf ich Marie und Amelie im Garten zum Frühstück und anschließend besichtigten wir gemeinsam den Garh Palace sowie ein paar Ruinen, die in der Nähe waren. Auf dieser Erkundungstour konnten wir diverse Tiere sehen, Affen, Streifenhörnchen, Grashüpfer, Schmetterlinge und eine Schlange, letztere hatte jedoch nur Amelie gesehen. 
 
Anschließend sind wir in ein Roof Top Restaurant, Pink Panther gegangen, dies wurde uns auf der Besichtigungstour empfohlen. Die Empfehlung schien jedoch eher freundschaftlicher Natur statt tatsächlicher qualitativer Empfehlung gewesen zu sein. 
Da wir unsere weiterführende Busfahrt buchen wollten, begaben wir uns auf die Suche nach dem Busbahnhof und der Tourist Information. Die dort erhaltenen Auskünfte waren nicht überzeugend und wir machten uns auf die Suche nach Reisebüros. Hierbei wurden wir in die verschiedensten Richtungen geschickt und letztendlich machten wir uns, nach einiger Zeit des Suchens, wieder auf den Weg zum Gästehaus, auf diesem Weg kamen dann die Reisebüros, die Auskünfte zuvor waren sich in einem Punkt einig, auf dem Weg zurück befänden sich keine Reiseagenturen. Man sollte nicht all zu viel Gewicht den Aussagen geben. Zuvor sind uns diese Reisebüros nicht in Erinnerung geblieben. 
Abschließend sind wir wieder in ein Roof Top Restaurant, diesmal das Rainbow, und haben den Abend dort verbracht, bevor wir ins Gästehaus und in die jeweiligen Betten uns verabschiedeten. 

Dienstag 13.09.2016
An diesem Tag sind wir recht spät, nach dem Frühstück los, erst das Busticket abholen gegangen und dann zu einem See gelaufen. Der See war sehr zugemüllt und es gab auch kein Cafe etc. wo wir uns hätten setzen können, zudem gab es noch aufdringliche “Jungs” auf ihren Motorrädern, so daß wir uns auf den Rückweg machten und landeten im Tom & Jerrys. Hier hatte es eine Ecke ohne Tische und Stühle und wir konnten auf dem Boden sitzen und essen. Diese Lokalität hat uns recht viel Zeit dort verbringen lassen, nach einem sehr guten Essen sind wir dann dort auch fast eingeschlafen.
Wir hatten eine Massage angefragt und als wir aus dem Tom & Jerrys kamen, war auch schon die Zeit hierfür gekommen. Ich wurde als erstes behandelt, meinem Rücken hatte die Massage auch sehr gut getan, jedoch wurden danach einige Fehler begangen und die Massage wurde sehr schmerzhaft. Man sollte seine Massage sorgfältig aussuchen.
Anschließend waren Marie und Amelie dran. Während der Wartezeiten, es konnten keine paralellen Massagen durchgeführt werden, wurde uns das Hochzeitsalbum der Schwester der Masseurin gezeigt.
 
Nach der Massage gingen wir ins Rainbow zum essen und machten uns danach mit TukTuk zum Busbahnhof auf. Wir mussten einige Zeit auf unseren Bus warten. Wir hatten drei Sleeperabteile für uns gebucht, ich konnte erstaunlich gut darin schlafen. 

Mittwoch 14.09.2016
Wir kamen in Jodhpur an, Marie organisierte uns einen Ausstieg auf einer größeren Kreuzung, da es noch recht früh war, war dies auch unproblematisch machbar. Marie führte uns in die Altstadt, vorbei an dem noch nicht erwachten Markt zu einem Gästehaus. Wir bezogen unsere Zimmer und erfrischten uns, bevor wir uns zum Frühstück trafen. Wir machten eine kleine Orientierungsrunde durch die engen Gassen und verabredeten uns auf dem Markt in einem Gewürzladen mit der Inhaberin auf den Nachmittag.
Die Inhaberin ist eine von sieben Schwestern, die den Handel mit Gewürzen nach dem Tod Ihres Vaters übernommen hatten und seit dem gegen das indische Weltbild und den Widerstand der männlichen Konkurrenz kämpft.
Die Inhaberin zeigte uns einen Film, der über die Geschichte der Familie gemacht wurde und danach auch die Gewürze.
Anschließend gehen wir noch ein bisschen über den Markt und danach noch etwas essen.

Donnerstag 15.09.2016
Nach dem Frühstück hatten wir uns das Merangarh Fort angeschaut, hier wird ein recht guter Audioguide angeboten. Hier verbrachten wir einige Zeit, nahmen danach ein TukTuk zu einem, Marie bekannten Restaurant, das Gypsy und bestellten dort Thalis für uns. Hier wird, sollte mal etwas leer sein, sofort wieder aufgefüllt, außer man wehrt sich entsprechend.
Am 05.09.2016 wurde Ganeshas Geburtstag gefeiert, 10 Tage später werden Ganesha Statuen zu Wasser gegeben, nicht jedoch ohne zuvor in langen Umzügen durch die Straßen mit lautem Getöße und viel Farbe aus Farbbeuteln dies ausgiebig gefeiert zu haben.
Wir gerieten in zwei Umzüge und tanzten und feierten mit, Amelie und Marie werden noch mit Süßspeisen abgefüllt, ich konnte dies mit Hinweis auf das kurz zuvor, recht reichliche Mahl abwehren. 
Nach dieser Feierei machten wir noch eine kleine Rast, bevor wir wieder, gegen späteren Abend uns auf den Weg der Essenssuche machten. 

Freitag 16.09.2016
Nach dem gemeinsamen Frühstück ging es zum “Jaswant Thada” uns anschließend mit dem Stadtbus in einen Park. In dem Park verwendeten wir einen großteil der Zeit mit der Suche nach einem sauberen Platz ohne große Geruchsbelästigung und ohne all zu aufdringliche Inder, die einen anstarren, als wäre man eine seltene Tierart. 
Dieser Tag war recht entspannt und endete mit einem gemeinsamen Essen.

Samstag 17.09.2016
Wir machten uns sehr früh mit dem TukTuk auf den Weg zum Busbahnhof und nahmen den Bus nach Jaisalmer. Auf der 5-6 Stunden dauernden Fahrt meldete sich Julia, eine Freundin von Marie, mit der wir uns in Jaisalmer treffen wollten, das diese bereits angekommen seien und mit Ihrer Schwester im Hotel Swastika untergekommen sind. Als wir ankamen steuerten wir dieses Hotel ebenfalls an und konnten zwei freie Zimmer beziehen. Nach einem kurzen Essen führte uns Marie durch das Fort, dort auf dem Weg trafen wir Melissa, eine Peruanerin die in Marseille lebt, die an diesem Abend Jaisalmer wieder verlies. Ich tauschte mit Ihr Nummern aus und wir verabredeten uns für Jaipur. 
 
Marie und Amelie trafen Julia und Ihre Schwester Miriam, während ich früh zu Bett ging. 

Sonntag 18.09.2016
Morgends trafen wir uns zu einem gemeinsamen Frühstück im Restaurant “Fort View”, danach noch durch ettliche Geschäfte, bevor wir uns um 16 Uhr wieder im Hotel trafen, wo wir uns zu einer Wüstentour angemeldet hatten. 
Wir wurden mit einem Jeep bei den Kamelen abgesetzt und ritten einige Zeit bis zu unserem Nachtlager. Die Frauen wollten noch  ein bisschen mehr auf den Kamelen reiten, ich entschied mich zu Fuß unterwegs Bilder von Ihnen zu machen. Nach dem Ritt betrachteten wir den Sonnenuntergang, tranken und aßen, bevor wir für kurze Zeit, bis zum Mondaufgang (Vollmond war die Nacht zuvor), die Milchstraße beobachten konnten. Als wir uns noch längers unterhielten, stieß kurzfristig eine andere Gruppe, bestehend aus Engländern, zu uns.
 
Da die Guides sehr müde waren, richteten sie unsere Schlafstätte die wir ein wenig später auch bezogen. 

Montag 19.09.2016
Der Sonnenaufgang war in der Rajasthanischen Wüste mangels abwechslungsreicher Dünen oder Pflanzen nicht ganz so atemberaubend, im Vergleich zu Marokko.
Nach dem Frühstück, bei dem ich nichts essen konnte, ging es auf den Kamelen wieder zurück zum Jeep. In der Stadt angekommen suchten wir uns ein Restaurant zum essen, hier konnte ich einen Salat essen. Zurück am Hotel verabschiedete ich mich von Marie, da sie mit dem Bus in ein Dorf fuhr, wo sie letztes Jahr arbeitete. Amelie brachte Marie zum Busbahnhof und als sie wieder zurück kam, trafen wir Julia und Miriam am Eingang des Forts und gingen gemeinsam zum Silberschmied. Dort angekommen schauen wir uns die schönen Stücke an, die aber auch recht teuer sind.
Ich merkte wie es mir immer schlechter ging und trennte mich von den Frauen auf dem Rückweg und begleitete sie nicht zum essen, sondern ging in das Hotel. 

Den darauffolgenden Tag verbrachte ich im Bett, Amelie brachte mir etwas zu essen mit.

Am 21.09.2016 nahmen wir den Bus zurück nach Jodhpur und ich kam im bekannten Gästehaus unter, die Frauen nahmen aufgrund fehlenden freien Zimmer ein anderes Gästehaus. Auch diesen Tag verbrachte ich im Bett. 

Am 22.09.2016 fuhr ich mit dem Bus weiter nach Jaipur, dort blieb ich, wie schon die Tage zuvor, bis 25.09.2016 die Tage im Bett, für kurze Zeit ging ich in das zum Hotel gehörende Roof Top Restaurant und versuchte etwas zu essen. 

Am 25.09.2016 fuhr ich nach Delhi, wo ich wiederum zwei Tage im Bett verbrachte und auch hier nur Abends in das Roof Top Restaurant ging. 

Am 27.09.2016 fuhr ich früh morgends mit TukTuk und Metro zum Flughafen.

Reise nach Jeru… äh Rajasthan

Samstag 10.09.2016
Morgends früh aufgestanden, fertig gepackt und das Gepäck in die Rezeption gestellt, dort ist keiner, trotzdem abgestellt und zum Frühstück in die Stadt gegangen. Nach dem Frühstück zu Sangye, der Kochkurs findet leider nicht statt. 
Alternativ ging ich in die Hope Gallery. Über Tenzin Kusang wurde ein kleiner Kurzfilm gemacht und ich kurzerhand als Produktionshelfer eingespannt. Drehorte waren neben der Hope Gallery der Tempel und die Straße dorthin.
Ich verabschiedete mich in einer regenbedingten Pause und komme einer noch ausstehenden Einladung von Perkash, einem Schuhmacher den ich  einige male auf der Straße sah, nach. Er brachte mich zu sich nach Hause, wo auch Sanju und seine Frau waren, diese sind fast Nachbarn.
 
Anschließend bin ich ein letztes mal ins Shangrila zum Essen gegangen und treffe Vicky davor, so dass ich mich von ihm verabschieden konnte.
Nach dem Essen ging es zurück zum Gästehaus, wo ich Angela, eine Südafrikanerin traf die ebenfalls mit dem Bus nach Delhi fuhr und wir gingen gemeinsam zum Busbahnhof, der Bus sollte um 18 Uhr losfahren.
Die Abfahrt des Busses verzögerte sich aufgrund entgegenkommender Fahrzeuge und am Straßenrand abgestellter Touristentaxis erheblich.

Sonntag 11.09.2016
Gegen 5.00/5.30 Uhr kamen wir in Delhi an, Angela und ich nahmen ein TukTuk zu einem Hotel, wo wir uns je ein Zimmer nahmen, ich nur für ein paar Stunden, schlafen und duschen, bis ich um ca. 10.00 Uhr das Zimmer verlies und mit meinem Gepäck zum nächsten Bahnhof  lief. 
Als ich am Bahnhof ankam, war die Abfahrtszeit meines Verbindungszuges schon nahegerückt, als ich am Ticketschalter an der Reihe war, die Zeit bereits verstrichen. Der Zug wurde durch Lautsprecheransagen von einem Gleis auf das nächste verlegt, so konnte ich nach einigem hin- und her und kurzer Wartezeit meinen Zug besteigen, die wenigen Stopps hinter mich bringen und letztendlich an der Station Hazrat Nizamuddin aussteigen. Von hier sollte dann ca. 2 Stunden später mein Zug nach Kota in Rajasthan abfahren. 
 
Die Zugfahrt nutzte ich für Blogeinträge. In regelmässigen Zeitabständen kamen Männer mit Speisen und Getränken vorbei, wenn ich mir sicher war, dass die angebotenen Speisen vegan waren, nahm ich auch etwas, da der Tag sonst recht lang war mit nur Tsampa Balls aus McLeod Ganj und Wasser.
Kurz vor Kota kam ein Sikh zu mir und hat sich mit mir unterhalten, ein netter Herr, der mir die indische Glaubenswelt ein bisschen näher brachte und in Kota lebte.
In Kota nahm ich ein TukTuk zum Main Bus Stand und von dort aus ein Bus der mich nach Bundi bringen sollte. Auf der Fahrt textete mich mein Nebensitzer in einer mir nicht bekannten Sprache zu, fragte zwischendrin immer mal wieder “yes or no”. Ich hab abwechseln mit Ja und Nein geantwortet.
In Bundi angekommen blieb ich beim Aussteigen mit meinem Rucksack hängen und flog längs aus dem Bus, dies muss von außen sicher lustig ausgesehen haben, mein Nebensitzer trug meinen anderen Rucksack raus und ich verabschiedete mich mit einem Trinkgeld von ihm.
Der erste TukTuk-Fahrer überzeugte mich, die rund zwei Kilometer zum Gästehaus zu laufen, da er einen unverschämt hohen Preis verlangte.
An der Unterkunft bekam ich noch was zu essen und begab mich zu Bett.  
 

Die Woche danach

Sonntag 04.09.2016
Gegen Mittag war ich in Nicks Italian Kitchen (Restaurant im Kunga’s Guesthouse) mit Metok verabredet. Sie brachte eine Freundin mit Sohn mit und mir fiel das Niveau des Gesprächs sehr negativ auf. Nach knapp einer Stunde verabschiedeten wir uns und ich ging zum Tempel.
Dort angekommen fielen mir diverse Stände des Man-Tse-Kung Institutes auf, es gab Bücher, Tees und diverse Salben etc. zu kaufen und es wurden diverse Beratungen, auch astrologische angeboten. 
Ich begab mich ins Obergeschoß und umrundete den Tempel zwei mal, bevor ich mich mit den Hunden im Tempel beschäftigte. 
Anschließend begab ich mich zur Woeser Bakery und begann dort meine Shopping Tour. Ein Notizbuch, Tsampabälle, sowie Tee zur Vorortverpflegung. Nach dem Tee ging ich zu Sangye und holte die am Freitag vergessenen Rezepte. Auf dem Weg zurück in die Stadt holte ich mir noch eine Tibetjacke und begab mich zum Essen ins Shangrila, dort saß ich zuerst an einem Tisch alleine, wurde dann von drei Israelis an den Tisch eingeladen. Es liefen zwei Katzen durch das Restaurant und zogen viel Aufmerksamkeit auf sich.

Am Montag 05.09.2016 traf ich wieder nachmittags im Shangrila ein, war viel beschäftigt mit Traveljournal nachtragen. Momo, die kleine Katze vom gestrigen Tag war wieder da und schlief in meinem Schoß. 
Kurz nach 15 Uhr ging ich zur Tibet World und registierte mich für die English Conversation Class und nahm auch um 16 Uhr gleich teil. Die Conversation Class ist für Tibeter, größtenteils sind dort Mönche und Nonnen, teils auch aus anderen Ländern (Vietnam), hier wurde ein Themengebiet und drei Fragen vorgegeben, die in der Gruppe erörtert wurden und nach einer Zeit dann die Ergebnisse vorne vorgetragen wurden. Die Conversation Class war mit einer Stunde angesetzt.
Dort treffe ich Patricia wieder, sie lud mich ein, Mittwochs mit nach Triund zu gehen. Ich war mir nicht sicher und bat um einen Bedenktag. 
Anschließend ging ich zum Japaner essen und danach in die Hope Gallery zum Dokumentationsfilm. 
Den Abend lies ich im JJi ausklingen.

Der drauffolgende Tag war mit Frühstück und anschließender Conversation Class, Essen im japanischen Restaurant und anschließendem Dokumentationsfilm in der Hope Gallery dem vorhergeangenen Tag sehr ähnlich. 

Mittwoch 07.09.2016
Früh aufgestanden und Erkundigungen für die Bestellung von Angela eingeholt, beim Schneider nach der Bearbeitungszeit gefragt und zum Frühstücken ins Shangrila, dort bis ca. 12 Uhr die Zeit verbracht und danach Reiseproviant in Form von Tsampa Balls und Brot eingekauft. Vor der Travelagency wartete ich auf den Rest der Gruppe, die aus fünf Spanierinnen, einem in Spanien lebenden Polen, dem English Conversation Class leitenden Indischen Volunteer besteht. Wir machten uns nach kurzer Wartezeit mit dem Taxi nach Dharamkot auf und von dort aus zu Fuß zum Gipfel. Da wir rund eine Stunde später loskamen, als ursprünglich geplant, wurde die Strecke recht anstrengend und wir kamen kurz vor der Abenddämmerung oben an, wo der Guide unsere Zelte aufgestellt hatte und wir den Ausblick noch kurz genießen konnten, bevor es dunkel wurde. Zum Abendessen gab es Dal und Reis. Wir verbrachten ein bisschen Zeit am Lagerfeuer und gingen dann nach und nach ins Bett. 

Die Nacht war arschkalt, jedoch hatte ich von unserere Gruppe noch den besten Schlaf, da ich meinen eigenen Schlafsack mit Komfortbereich bis 11 Grad sowie einen Inletschlafsack und eine sehr warme Winterjacke, die ich mit Tania gekauft hatte, in meinem Rucksack  mitgeschleppt hatte (und nicht nur Wein und Chips wie der Rest der Gruppe). Die anderen vertrauten auf den Schlafsack der Travelagency. Die Mädels hatten wohl kaum geschlafen. 
Gegen 5 Uhr standen wir Männer auf und warteten auf den Sonnenaufgang. 
Da es mir nicht nach Essen war und mir vom Geruch des Frühstücks der anderen eher übel wurde, machte ich mich alleine an den Abstieg. Unterwegs nahm ich einige Bilder auf. 
An der Stelle des Startes vom Vortag war mir das Taxi zu teuer und ich lief auch den Rest zu Fuß und kam nach insgesamt rund 3,5 Stunden im Gästehaus an.
Auf dem Weg traf ich zwei Israelis, die nicht wußten wo sie waren und ich erklärte ihnen den Weg zum Dal Lake, kurz darauf kam ein Taxi mit vier spanischen Mädels an mir vorbei, sie winkten.
Im Gästehaus duschte ich erst mal und ging dann zum Frühstück ins Shangrila, danach zur English Conversation Class, dort sah ich keine der bei der Tour anwesenden Personen. Anschließend ging ich zum Japaner, dort traf ich Dan und Liron aus Israel und wir gingen nach dem Essen gemeinsam in die Hope Gallery. In der an den Dokumentationsfilm anschließenden Fragerunde gab es einige interessante Fragen und Kusang Tenzin wirft uns, da er Hunger hat, recht spät, raus. Dan, Liron und ich gingen noch in den Clay Oven und diskutierten dort weiter. 

Freitag  09.09.2016
Früh aufgestanden und wollte mich um die Einkäufe für Angela kümmern, der Tuchmann hatte seinen Stand noch nicht eröffnet und der Lha Fairtradeshop war ebenfalls noch geschlossen. Einen Türvorhang kaufte ich in der Näherei. im Shangrila gefrühstückt und danach die Tücher geholt, der Fairtradeshop war immer noch geschlossen, also brachte ich die bisherigen Einkäufe ins Guesthaus. Anschließend wieder im Fairtradeshop geschauft – der Laden war immer noch geschlossen, der Betreiber war wohl im Krankenhaus, sollte aber nochmals kommen. 
Zum Zeitvertreib ging ich ins Palsang Cafe und probierte dort die Momos, sehr große Portionen aber nicht gut. Anschließend kaufte ich im Lha Fairtradeshop drei Klangschalen mit gesamt zwei Kilogramm. Im Gästehaus fing ich an meine Rucksäcke zu packen, dabei verlor ich die Zeit aus den Augen  und versäumte die Conversation Class. 
Nach dem Packen ging ich zum Japaner essen und in die Hope Gallery, Dan und Liron waren die einzigen anderen Gäste, es wird der Film Kundun gezeigt.

Abschiede

Samstag 03.09.2016

Über diesen Tag möchte ich nicht viel schreiben, Tania und Johanna verließen McLeod Ganj an diesem Tag. Ich blieb nach einer schlaflosen Nacht und den beiden Verabschiedungen zurück.

Tag 7 mit Tania

Freitag 02.09.2016
Nach den Feierlichkeiten zum Tag der Demokratie gingen Tania, Johanna und ich zu den Mönchen ins Shangrila, jenem Restaurant das am Anfang unseres Kennenlernen war. Johanna verließ uns an Ihrem Gästehaus, Tania und ich machten einen letzten gemeinsamen Stop bei der Woeser Bakery um Tsampa Balls zu kaufen.

Wir hatten uns zum Brotbackkurs bei Sangye eingeschrieben, als wir dort waren mussten wir erst mal auf Sangye warten, da er mit einem Wasserproblem zu kämpfen hatte. Wir waren zu zweit, das bedeutete, die Kapse konnten dieses mal auch vegan zubereitet werden.
Zum Ende des Kurses kam Johanna zum probieren hinzu und wir gingen anschließend, unter Zeitdruck hatten wir die Rezepte vergessen – diese holte ich an einem der folgenden Tage -, in die Hope Gallery, es wurde Sieben Jahre in Tibet gezeigt. Es gab keine Fragen in der anschließenden Fragerunde und wir brachten Johanna zurück zu Ihrem Gästehaus und machten noch ein paar Verabschiedungsbilder.

Tania wollte mich zum Main Square begleiten und auf dem Weg dorthin tönte von hinten ein “Heiko”, Marie und Amelie waren auf dem Weg zum Bus, da sie weiter nach Rajasthan fuhren. Wir geleiteten die beiden zum Bus und verabschiedeten sie.

Danach verabredete ich mich auf ca. 5 Uhr mit Tania und ging zu meinem Gästehaus.

Tag 6 mit Tania

Donnerstag 01.09.2016
Amelie hatte an diesem Tag Geburtstag und so trafen wir sie und Marie nach dem Teaching im Cafe bei Tibet World, dort gibt es Pancakes. Auf dem Weg zu Tibet World kauften wir für Amelie eine kleine Gebetsfahne.

Tania und ich beschlossen uns zu einem Mittagsschlaf und Tania ging um 16 Uhr zur English Conversation Class, ich schlief noch. Um kurz nach 17 Uhr traf ich sie dort, hatte das Radio dabei, das wir dort spendeten.
Da dies der letzte Tag dort war, verabschiedete Tania sich noch vom Personal und wir gingen anschließend zum Japaner.

Tag 5 mit Tania

Mittwoch 31.08.2016
Als das Teaching vorbei war, gingen Tania, Marie, Amelie, Florian und ich ins JJi zum Essen, Johanna ging auf ihr Zimmer und legte sich wieder hin.
Tania nahm nach dem Essen ein TukTuk nach Dharamkot um für Ihren Umzug nach McLeod Ganj zu packen.
Ich hatte mich mit Johanna zum Makramee Workshop verabredet und holte sie ab. Sie suchte sich einen Stein aus, den sie erst als Anhänger, dann am Samstag zu einem Armband umgestaltete. Ich hatte ja einen Labradorit gekauft, dieser wollte nun als Anhänger gefasst werden.

Nach dem Kurs und Tanias Umzug treffe ich sie wieder. Johanna hat sich mit den anderen wieder getroffen, da Fabian mit dem Bus zur nächsten Station aufbrach. Johanna blieb noch ein paar Tage aufgrund ihrer durch Krankheit entgangenen Zeit.

So gingen wir zu zweit ins Lhamo’s Croissant, erst nur um etwas zu trinken, entschieden uns aber einen Salat mit Obst zu teilen.
Da ich es selber nicht mehr erwarten konnte, geschweige denn warten bis Tania McLeod Ganj verlässt, übergab ich ihr den Anhänger, über den sie sich freute und meinte, sie hätte sich auch schon Gedanken über ein kleines Dankeschön gemacht, dies könne aber nicht mit meinem mithalten.

Nach dem Essen schlief ich fast im Restaurant/Cafe ein, die Nächte waren viel zu kurz.

Tag 4 mit Tania

Dienstag 30.08.2016
Nach dem Teaching wollten wir uns mit Jamie treffen, da sie nicht am Ausgang wartete holten wir unsere Telefone in meinem Zimmer und gingen zum Japaner. Auf dem Weg dorthin, im Bogdo Cafe saß sie und wir verabredeten uns nach dem Essen zur gemeinsamen Guesthouse Besichtigung. Jamie zog dort sofort ein, Tania am Tag darauf, sie hatten benachbarte Zimmer, jedoch ist die Lage des Hauses nicht optimal, man muss ewig lange Stufen runter, bzw. wenn man von dort kommt, wieder hinauf.

Anschließend erkundigten wir uns, nach Ermunterung durch Tania, nach der Möglichkeit einen Presseausweis für das Teaching zu beantragen.
So liefen wir in Richtung lower Dharamsala zur Central Tibetan Administration (CTA). Als wir dort ankamen fing es an zu regnen, ich hatte nur einen kleinen Schirm dabei, Tania ebenfalls.
Den Rückweg bewältigten wir aufgrund des starken Regens und der Zeit mit dem Taxi für 100 Rupien.
Wir stiegen bei dem freundlichen Herren, der mein Telefon zur Reparatur annahm aus und Tania lies Passfotos von sich machen. In dieser Zeit ging ich meine Passbilder holen, da die Presseausweise mit diesen versehen werden mussten.

Danach gingen wir zur Hope Galery wo an diesem Tag die Dokumentation “what remains of us” gezeigt wurde mit anschließender Fragerunde. Dort trafen wir auf Johanna, Marie, Amelie und Fabian.
Als die Fragerunde beendet war, hatten die meisten Restaurants geschlossen und wir gingen in der Baghsu Road in ein indisches Restaurant, dessen Namen ich mir nicht aufgeschrieben habe.
Gemeinsam gingen wir zum Main Square und verabschiedeten uns voneinander. Ich brachte Tania wieder zum Taxi.

Tag 3 mit Tania

Vieles überschneidet sich hier nun mit den Einträgen zum Thema “Dalai Lama Teachings” und “Democrazy Day”


Ich werde nun immer nach diesen Ereignissen ansetzen.


Montag 29.08.2016
nach dem Teaching gingen Tania, “die Gäng” bestehend aus Johanna, Marie, Amelie, Luisa, Mohit und Fabian ins japanische Restaurant. Da Luise und Mohit nach einem Sonder-Momo-Kurs bei Sangye McLeod Ganj verlassen würden, verabschiedeten wir uns von den Beiden und ich brachte Tania zum Main Square, da sie in Dharamkot einen Termin zum Yoga wahrnahm.
In Tanias Abwesenheit tausche ich den Splitter für den Kopfhöreranschluß, da dieser nicht einwandfrei funktionierte (wir hatten je nur ein funktionierenden Ohrstöpsel) und holte mir am Geldautomaten noch ein bisschen Geld.


Hierbei erhielt ich einen schmutzigen Schein und kann jedem nur empfehlen, Geld nur tagsüber zu holen und das Problem sofort zu beanstanden. Ich habe zwei Tage gebraucht um diesen umzutauschen, er wurde nirgends aktzeptiert.


Ich kam an einem Stein- und Schmuckhändler vorbei und kaufte einen Labradorit. Tania erwähnte in einem Gespräch, daß sie diesen nicht kennt.


Am späteren Nachmittag kam Tania von Dharamkot zurück gelaufen und wir suchten ein Restaurant. Nachdem uns das erste Restaurant nicht zusagte (keine entsprechende Auswahl für uns) trafen wir Eyal aus Israel, ein Teilnehmer von Tanias Yogakurs und wir gingen mit ihm und Patricia, einer Spanierin die Eyal kannte, ins JJi’s und futterten uns durch die Momos auf der Speisekarte. Da wir uns alles teilten, konnten wir uns einen guten Überblick über die stadtbesten Momos machen.


Ja, wir haben die besten Momos von McLeod Ganj gefunden. Der Teig war aus Vollkornmehl und die Füllungen waren geschmacklich spitze.


Nach diesem angenehmen Abend gingen wir wieder gemeinsam zum Main Square und Tania nahm ein TukTuk nach Dharamkot.